FDP in Hemer

Ortsverband und Fraktion

Presse vom 03.11.2014:

Antwort auf die Leserbriefe zum Thema „Fairtraide“

Viele Verbraucher möchten mit ihrer Kaufentscheidung auch „Gutes tun“ und Erzeugern in Entwicklungsländern helfen, einen höheren Lebensstandard zu erreichen. Die Frage ist, ob Fairtrade der richtige Weg ist und im Ergebnis sein Versprechen einlösen kann. Inzwischen ist in Deutschland ein riesiger Markt mit 654 Mio. Euro Umsatz in zertifizierten Produkten entstanden, der nicht von kleinen Gruppen, sondern von Konzernen beherrscht wird. Unser Hauptkritikpunkt ist, dass die Grundidee, dass man durch Fairtrade-Produkte „Gutes tun“ kann und den Menschen in den Entwicklungsländern hilft, in der Praxis nicht funktioniert. Besonders profitieren davon die Organisationen, die Zertifizierungen vornehmen.

Diese Erkenntnis beruht auf zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen der letzten Jahre zur Entwicklungsökonomie: Beispielsweise untersuchten Wissenschaftler der in London ansässigen School of Oriental an African Studies (kein neoliberaler Thinktank, sondern eher zu einer sozialen Weltsicht tendierend) die Situation von Landarbeitern in Äthiopien und Uganda. Ergebnis: In Gebieten mit konventionellen Betrieben verdienen die Menschen, die ganz unten sind, deutlich besser als dort, wo Fairtrade-Organisationen vorherrschen. Es lassen sich noch viele weiter Belege anführen (zuletzt auch im Spiegel Nr. 41, S. 68ff „Unfaire Geschäfte“).

Durch den Vorschlag der GAH würden dem Hemeraner Steuerbürger jedes Jahr Mehrkosten von einigen Tausend Euro entstehen, was auch die Verwaltung zugibt. Da dem kein Mehrwert für die Hemeraner Bürgerinnen und Bürger gegenüber steht und zudem noch den Menschen in den Entwicklungsländern nicht wirklich geholfen wird, lehnen wir das Ansinnen als reine Symbolpolitik ab. Verwundert hat es uns, dass die UWG dieses Ansinnen mitträgt. Dabei behauptet die Wählergemeinschaft doch immer, betriebswirtschaftlich zu denken und auf das Geld der Bürger zu achten.

Wichtig ist mir noch, dass ich sowohl in der Pressemitteilung, als auch in den Einlassungen betont habe, dass die Stadt Hemer sehr wohl unproblematisch ihren Kaffee bei der Aktion 365 kann, da dort eine anderer, basisorientierter Ansatz der Entwicklungspolitik verfolgt wird, der zudem noch ehrenamtlich in Hemer unterstützt wird.
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