Presse - FDP in Hemer Ortsverband und Fraktion

Presse vom 26.10.2017:

Erwiderung auf die "Elterninitiative G9 jetzt NRW"

Auf den Artikel „Enttäuschender Besuch in Düsseldorf“ der „Elterninitiative G9 jetzt NRW“ vom 20.Oktober erwidern Andrea Lipproß (FDP-Ortsvorsitzende) und Eva Thielen (FDP-Mitglied im Schulausschuss):

Tiefe geht vor Tempo
Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP wurde die Leitentscheidung formuliert, dass G9 an den Gymnasien im Jahr 2019/2020 wieder zum Regelfall werden soll. Damit ist das Hauptanliegen der Elterninitiative von der Regierung aufgegriffen und umgesetzt worden.

Das Ministerium für Schule und Bildung unter Leitung der Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) arbeitet aktuell mit Hochdruck an der Umsetzung von G9 und an Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an den Gymnasien und anderen Schulformen, sodass am Ende alle Schülerinnen und Schüler profitieren werden. Dies ist auch deshalb mühsam, da viele Interessen seitens unterschiedlicher Verbände, Vereine und Initiativen zu berücksichtigen sind.

Gerade beim Thema Schule ist in den vergangenen Jahren immer wieder der Fehler gemacht worden (z. B. bei der Inklusion oder auch bei der Umstellung auf G8), Entscheidungen schnell durchzudrücken und ohne genaue Vorbereitung und Vorgaben umzusetzen. Die dann in der Praxis auftretenden Probleme gingen zu Lasten der Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrer. Deshalb gilt bei der jetzt anstehenden Umstellung auf G9 der Grundsatz „Tiefe geht vor Tempo“. Für eine gelungene, strukturierte Umsetzung von G9 bedarf es nun einmal Zeit und es sollte nichts überstürzt werden, um Fehler zu vermeiden.
Die Argumente der Elterninitiative wurden bis jetzt selbstverständlich in konstruktivem Austausch aufgenommen. Noch ist das Verfahren auch nicht abgeschlossen. So findet am 08. November 2017 eine öffentliche Anhörung zum Thema G8 / G9 im Landtag statt.

Wir können versichern, dass die Freien Demokraten, allen voran unsere schulpolitische Sprecherin Franziska Müller-Rech, alle Anliegen der Beteiligten nach wie vor sehr ernst nehmen und für einen offenen Dialog zur Verfügung stehen. Das Ziel muss es immer sein, eine Struktur zu finden, die dann auch endlich mal viele Jahre Bestand hat, damit die Schulen in Ruhe ihre eigentliche Aufgabe erledigen können.
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